…über die Freundschaft

Eine Würdigung

Im Anfang denkt man gar nicht so drüber nach, aber mit den Jahren vertiefen sich Vertrautheit, Achtsamkeit und Wertschätzung zu Menschen, mit denen man sich gut stellen kann, so sehr….mehr als zu dem eigenen Bruder oder Schwester.

Im Gegensatz zur Familie, die oft durch eine gewisse Hierarchie und Schubladendenken gekennzeichnet wird, begegnet man dem Freund oder der Freundin auf Augenhöhe. Man teilt nicht nur die Zeit sondern auch Sympathie und Interessen, ohne Konkurrenzdenken; das Leben wird farbiger und interessanter.

Oft ist der Freund oder die Freundin (solange nichts Besonderes dazwischenkommt) wie ein Fels in der Brandung der ruhende, sich ewig gleich bleibende Kraft- und Ankerpunkt im Leben eines Menschen. Er zehrt nicht von einem, sondern hört zu und teilt mit, er ist nicht fordernd sondern freundlich und einfühlsam. 

Ich habe tiefere Vertrautheit in Freundschaften erlebt als in Beziehungen, höhere Wertschätzung, intensivere Anteilnahme. Das Verhältnis zu einem/r Freund/in ist offener, nicht so besitzergreifend und irgendwie stetiger als in einer Liebesbeziehung, die ja viele Phasen durchläuft. Es ist auch nicht so existenziell, was der Freund oder die Freundin von einem hält. Es gibt die gesunde Distanz.

Der Freund/die Freundin bringt einem eine neue Welt ins Haus. Es kommt nicht darauf an, dass man die Dinge gleich sieht, sondern was man voneinander lernen kann.

Ich glaube, Freundschaft ist die ideale Lebensform….

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